Parc public

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Was hat in Luxemburg mehr Gesetzeskraft,ein Plan mit einer Referenz, einem Datum und der Unterschrift des zuständigen Ministers oder ein Arbeitsdokument der Gemeinde Mamer?

déi gréng stellen fest:

Der Mamer Bürgermeister behauptet, dass ein ministeriell genehmigter Plan „keng legal Valeur“ hätte und betrachtet das Eintreiben nicht genehmigter Taxen als legal. Ohne Kommentar!   ...

Es ist ein wohl einmaliger Vorgang, dass zwei Gemeindebeamte mit eidesstattlichen Erklärungen für einen Politiker gerade stehen müssen !   ...

Die eindeutige Schlussfolgerung von Me Rodesch: die betreffenden Grundstücke wurden Anfang 2004 aus der Grünzone herausgenommen und demnach in den Bauperimeter integriert. Die Behauptung des Mamer Bürgermeisters, die betreffenden Grundstücke wären nie im Bauperimeter gewesen, ist also definitiv falsch! Das Innenministerium ist der gleichen Meinung wie Me Rodesch. So schreibt die Juristin des Ministeriums am 4. Oktober 2013 in unmissverständlicher Weise an den zweiten Schöffen der Gemeinde Mamer (Luc Feller, CSV): „Ce plan a donc valeur réglementaire depuis l’approbation ministérielle du 23 janvier 2004.“    ...

Die Gemeinde Mamer hat es 2004 versäumt, die entsprechende Änderung in die Gemeindepläne einzuarbeiten, so dass daraus abgeleitete Dokumente falsch waren.    ...

Selbst als einer der Besitzer im Rahmen der PAG-Prozedur gegen die Einstufung seines Grundstückes in eine „Parc public“-Zone Einspruch erhob, wurde das Gelände nicht in eine Wohnzone „MIX-u“ eingestuft, sondern in eine „Zone agricole“. Im Gegensatz zu allen anderen Grundstücken entlang der Straβe. Die Forderung von déi gréng, beim Votum des neuen PAG, den entsprechenden Einsprüchen Rechnung zu tragen und im Dorfzentrum eine kohärente Bebauung  vorzusehen, wurde von der Gemeindemehrheit ignoriert. Die Argumente des Schöffenrates: das Gelände sei ungeeignet für eine Bebauung und die Straβenbauverwaltung würde keine „Permission de voirie“ erteilen.

Am 27. Januar 2014 hat ein spezialisiertes Studienbüro dem Gemeinderat eine Machbarkeitsstudie präsentiert, welche – erstellt im Auftrag des Schöffenrates! – belegt, was bisher stets vom Schöffenrat bestritten wurde: das Gelände ist bebaubar, die Verkehrssituation kann gleichzeitig verbessert werden und die Straβenbauverwaltung sieht keine Probleme.

Weder déi gréng noch irgendein Vertreter hat je ein negatives Wort über die Familie des Bürgermeisters ausgesprochen. Es gilt aber auch: Jeder ist in erster Linie selbst verantwortlich für das Wohl seiner Familie, auch der Mamer Bürgermeister!

Jetzt ist Schluss!

Die Fakten liegen auf dem Tisch. Die Liste ist lang aber längst nicht komplett. Der Mamer Bürgermeister sollte seine Verantwortung übernehmen und zurücktreten. déi gréng haben ihm bereits im Rahmen der Haushaltsdebatten ihr Misstrauen ausgesprochen.

Dies ist unsere definitiv letzte Stellungnahme in diesem Dossier.

Wir werden uns weiter dafür einsetzen, dass die in der Machbarkeitsstudie skizzierte Lösung realisiert wird und dabei auch soziale (Miet-)Wohnungen geschaffen werden.

Wir bedanken uns für die zahlreichen Sympathiebekundungen und Unterstützungen aus der Bevölkerung, auch aus CSV-Kreisen!

   

L’avis juridique confirme :

Le « parc public » était une zone d’habitation !


Conclusions de l’avis juridique :

« A partir du 23 janvier 2004, les fonds longeant la rue
H. Kirpach n’étaient dès lors plus classés en zone verte. »

Au vu des affirmations, des arguments avancés et des imputations contre sa personne, le conseiller JemP Weydert (déi gréng), a demandé avis à un juriste indépendant pour mettre fin à des discussions virant au grotesque. Cet avis juridique confirme la position des Verts. Ses conclusions :

« Au vu des faits amplement documentés et des considérations légales ci-avant développées, il est incontestable que les fonds reclassés dans le cadre de la modification du PAG spécifié ci-avant et non compris dans le PAP « AUF WEWESCHGASSE », restaient régis par les dispositions du PAG applicables à la « zone mixte - nouveau quartiers (faible + moyenne densité) » de la Commune de Mamer. À partir du 23 janvier 2004, date de l’approbation par le Ministre de l’Intérieur de la délibération du Conseil communal du 16 juin 2003, les fonds longeant la rue H. Kirpach n’étaient dès lors plus classés en zone verte. »

voir texte inégral de l'avis juridique


Les conséquences : le nouveau PAG a été élaboré sur base d’un plan erroné et les propriétaires concernés ont été induits en erreur. Le nouveau PAG a donc déclassé des zones d’habitation en zone agricole, et ceci en plein centre de Mamer ! On constate par conséquent une urbanisation incohérente (zones agricole et HAB-1 au lieu de MIX-u) ainsi que des moins-values importantes pour les propriétaires, dont la commune ! Celle-ci est propriétaire de la longue parcelle longeant la rue H. Kirpach (13 ares) et empêchant l’accès aux terrains derrière. En 2012 la commune avait exigé 100 000 € l’are pour un terrain de moins d’un are à Capellen entravant l’accès à un lotissement.



Au nord de la rue de la Montée, le long de la rue Henri Kirpach : des parcelles du nouveau PAG en zones agricole (en blanc) ou HAB-1 (jaune) au lieu de MIX-u (rouge).